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Die Mazda MX5-RF-Story

Warum MX5-RF

Nachdem sich das Ende des Toyotas iQs durch die sich hin ziehenden Reparaturversuche immer mehr abzeichnete, begannen schon einige Zeit vor seinem unrühmlichen Ende die Überlegungen zu einem möglichen Nachfolger. Schon vor dem Kauf des iQ war der damalige Mazda MX5, zur damaligen Zeit noch das NC-Modell, im Blick, konnte mich aber optisch letztendlich nicht überzeugen.

Der jetzige ND dagegen traf meinen Nerv zu 100%, und so war die Probefahrt eher eine Formsache. Apropos Formsache, beim Händler lachte mich dann neben dem "echten" Roadster auch das RF-Modell an, das von der Form her noch einmal erheblich schöner, irgendwie stimmiger war.
Vor allem, da ich den Wagen ja ganzjährig fahren werde, hatte schon der Gedanke an ein richtiges Dach einiges für sich.

Die Probefahrt in zuerst dem Roadster, dann im RF machte die Entscheidung dann leicht, der Lautstärkeunterschied in geschlossenem Zustand ist doch sehr, sehr deutlich, und das kombiniert mit der genialen Formensprache ließen keine andere Wahl, als einen Mazda MX5 RF 2.0 Sportsline zu bestellen.

Ausstattung

  • Mazda MX5 - RF
  • Sportsline
  • Sportpacket
  • Alufelgen
  • Apple CarPlay
  • Alu-Einstiegsleisten
  • Veloursfußmatten
 

Übersicht

MX5-RF-Story

 


Der Neue gleich eine Niete?

Der Monaten des Wartens, fast ein halbes Jahr ging vorbei, kam er dann endlich an, "Der Neue"!
Der Mazda wurde in der Ausführung Sportsline mit 184PS, mit zusätzlichem Sportpaket (Stoßdämpfer von Billstein und Recaro Sportsitzen), sowie verchromten Einstiegsleisten, schönen, dicken Veloursfußmatten, LED-Innenbeleuchtung, sowie last but not least dem brandneuen Apple CarPlay Modul für das Mazda Entertainment- und Navigationssystem geliefert.

Die Abholung bei -2°C und Nieselregen, geschah also unter perfekten Bedingungen für einen solchen Sportwagen, begleitet von landkreisweiten Glatteiswarnungen, aber trotzdem kamen wir heile zu Hause an, die erste kurze Ausfahrt fand dann aber erst am nächsten Tag statt, bei gut 8°C (plus!) und natürlich OFFEN!

Warum nun also "Niete"? Seltsamerweise konnte oder wollte das Autohaus Bögl, in dem ich gekauft habe, leider meinem Wunsch nach Befestigung der Kennzeichen durch Annieten nicht entsprechen, und so erhielt ich die Kennzeichen leider nur lose mit auf den Weg. Das Warum kann ich nicht nachvollziehen, aber es sei, wie es ist. Jedenfalls führte so mein erster Weg direkt zu ATU ein paar Häuser weiter die Straße herunter, die mir gegen einen kleinen Obolus beide Schilder perfekt und ohne Werberahmen angebracht haben.

Am zweiten Tag fand sich dann auch Gelegenheit dem "Kleinen" ein spezielles "Typenschild" zu verpassen, das meine Kinoleidenschaft zumindest für Filminteressierte leicht erkennbar machen dürfte. Das Nummernschild deutet für Eingeweihte schon darauf hin "NM II38", was auf dem Schild wie eine 1138 aussieht. Dazu das neue "Typenschild", dass das hässliche SKYACTIVE Schild hinten rechts ersetzt. "THX" aus Chrombuchstaben, selbstklebend für 2€ pro Buchstaben von Ebay. Das Originalschild hat vor der Auslieferung der Händler schon entfernt, die davon zurückbleibenden drei kleinen Löcher decken die 3 Buchstaben sehr gut ab.

Handschuhfachteiler

Der leider stark eingeschränkte Platz im Innenraum führt dazu, dass man genau planen muss. So gibt es leider ab Serie nur zwei wirkliche "Ablagen". Das Minifach an der Mittelarmlehne fasst gerade so ein Brillenetui (wenn es nicht zu groß ist), und das Handschuhfach an der Rückwand zwischen den Sitzen ist zwar relativ groß, aber da dort bei Nichtbenutzung schon die beiden Getränkehalter unterkommen, ist es darin nicht nur eh schon eng, sondern auch immer irgendwie unaufgeräumt. Mazda selbst bietet eine Art Netz als Trenner an, das aber unverhältnismäßig teuer ist. im mx5-nd-forum fand ich eine Userin, die netter Weise gegen Unkosten einen dünnen Kunststofftrenner abgibt. diesen habe ich lediglich mit DX Fix Velour beklebt, da mir das besser gefiel als der schwarze Stoff darum.

 

Eingefahren - die ersten 1138km

Natürlich muss so ein schickes Auto auch eingefahren werden, und so boten sich der aktuelle Urlaub an, die ersten 1138km (wie passend ;-) ) in zwei Wochen, trotz nicht immer perfektem Wetter, zu erleben. Es war alles dabei, Regen am Abholtag ebenso, wie Schnee kurz darauf. Überwiegend ist es aber zZt hier nur kalt (0 bis -2°C), was überraschender Weise keinen Grund darstellt, das Dach geschlossen zu lassen, auch auf längeren Strecken! Frei nach Yoda: "Kalt es ist... nur in Deiner Vorstellung jaahaa!"

So oder so, egal bei welchem Wetter, es hat jeder der ersten 1138km Spaß gemacht! - So darf es weiter gehen ;-)

Der erste Einkauf wurde ebenfalls erfolgreich gemeistert, was aber, wenn man sonst mit einem Kombi fährt, schon etwas umdenken fordert, und auch die wohl wichtigste Einstellung im Auto wurde gefunden und justiert...selbst unsere Katze ist schon stolz auf den Kleinen.

Auf Spur gebracht

Als nächstes stand die Korrektur der werkseitigen Fahrwerkseinstellungen auf dem Programm.
Erste Fahrerfahrungen danach zeigen eine massive Stabilisierung bei Autobahnfahrten oberhalb 150/160km/h. Was sich vorher extrem schwammig und wackelig anfühlte, lief danach bis hoch zu 220km/h stabil wie auf einer Schiene! Auch Erste Landstrassenfahrten zeigten erheblich genaueres Kurvenfahrverhalten. (mehr...)

 

Handy gesichert

Heute kam ich endlich dazu, den Halter für das Handy vernünftig zu gestalten. mehr Details hier.

 

 

 

 

Auto gesichert

Bekanntlich hat der MX5 ja ein KeylessGo System. Ebenso bekanntlich kann man dieses schon seit Jahren relativ leicht überlisten, in dem Autodiebe mit entsprechender Hardware die Signale des Schlüssels draußen vor dem Haus abgreifen und ein zweiter Dieb mit einem Gegengerät am Auto das Vorhandensein des Schlüssels direkt am Auto simuliert.

Natürlich hatte schon der vorherige Toyota iQ ein solches System, aber ich war hier der Meinung, dass ein Kleinstwagen wohl eher nicht im Fokus potentiellen Diebstahls liegen wird.

Beim MX5 sehe ich das jetzt etwas anders, nicht nur auf Grund des doch erheblich höheren Werts des Fahrzeugs.

So wollte ich also einen Weg finden, den Schlüssel zumindest zu Hause sicher zu lagern, ohne, dass es zu umständlich wird.

Mit meinem physikalischen Wissen dachte ich mir also es handelt sich um Funk, und angeblich soll einfach  Alufolie, die man mehrfach um den Schlüssel wickelt helfen, also sollte eine Blechdose das auch tun.

Ich probierte also zuerst ein Metallbrillenetui aus, mit überraschendem Ergebnis... es Störte den Schlüssel nicht im Geringsten!
Also ein anderes Etui, dieses mal aus ALU. Leider mit dem gleichen Effekt... das Auto ging normal auf, als wäre nichts.

Hier habe ich den Versuche mit Alufolie gemacht, das blockierte das Signal zuverlässig!
(nur ist es doch etwas umständlich, das jeden Tag zu machen.

Also weiter probiert.

Verschiedene, metallene Geldkassetten, eine Metallbonbondose, sogar ein massiver Edelstahlkochtopf mussten herhalten... nichts half. Sogar der Versuch, die Bonbondose mit Alu auszulegen, half nicht.

Letztendlich habe ich dann doch bei Amazon eine günstiges Schlüsseltaschenset erstanden, dass tatsächlich zu funktionieren scheint. Jedenfalls blockt es das Signal genug ab, dass sich das Fahrzeug nicht mehr öffnen lässt.

Man wird sehen, ob die Taschen dauerhaft helfen, die eingesetzten Folien darin machen nicht den Eindruck, für die Ewigkeit gemacht zu sein.

 

Einschlagendes Erlebnis

Nichts ahnend fuhr ich kurz vor der 3000km Marke auf die Autobahn, um sofort nach der Auffahrt mit einem Metallteil konfrontiert zu werden. Im Augenwinkel könnte es sowas wie ein Hitzeschutzblech gewesen sein, nicht groß, aber trotzdem zu groß!

Ein kurzes aber nichts desto trotz heftiges Rumpeln kündigte schon nichts Gutes an, am nächsten Morgen in der Werkstatt bestätigte sich das dann leider.

Das Teil traf den MX vorne im mittleren Bereich der Stoßstange und hinterließ einen bleibenden Eindruck.

Fazit, ein neues Teil muss her, Spachteln ist in dem Bereich lt. Werkstatt nicht sinnvoll.

Zum Glück stellte sich ein Zusammenhang mit einem vorherigen Unfall und einem liegengebliebenen Metallteil heraus, so blieb das ganze zumindest kostenneutral.

 

Dicke Rohre

Rein optischer Natur war das "Tuning" des Auspuffs. Steckbare Blenden, eigentlich für VW, passen mit etwas "Druck" perfekt über die Endrohre des Serienauspuffs von Mazda. Klang bleibt also unverändert, aber das Ganze sieht so deutlich erwachsener aus.

 

Neue Schuhe

Mit dem Sommer stellte sich der Bedarf an neuen Schuhen, aka. Felgen, ein.
Die Wahl fiel auf OZ Ultraleggera in 18" (7x18 ET42), die mit Teilegutachten ohne Probleme eintragungsfähig sind. Als Reifen kamen Conti SportContact 5 in 215/35R18 zum Zuge.

 

Schicke Blinker

Schon von Anfang an fielen die doch sehr hellen Seitenblinker von Mazda ins Auge. Insbesondere mit den Sommerfelgen zusammen, stechen diese deutlich heraus.
Seltsamerweise hat ja auch Mazda abgedunkelte Varianten im Angebot, meine Wahl fiel aber auf ein Modell von Zymexx mit e-Kennzeichnung.

Die Passform ist perfekt, aber erheblich günstiger als von Mazda. Die Optik ist so mMn sehr viel stimmiger.

Drittes Auge

Immer mehr hört man ja davon, dass eine Dash Cam einem das Leben im Fall eines unverschuldeten Unfalls leichter machen kann, und inzwischen ist zumindest in Deutschland der Einsatz ja nicht mehr verboten.
Im MX5 ist das nicht ganz einfach, da die Frontscheibe ja nicht besonders groß ist, und ich nicht das Sichtfeld blockieren wollte.

Die Wahl fiel auf ein Modell aus China, die "70mai Smart Dash Cam".

Sie ist sehr klein und kann für den Fahrer unsichtbar hinter dem Rückspiegel an der Scheibe montiert werden. Dazu, die Kamera ist rund, habe ich einfach zwei Halter für Elektroleerrohre etwas flacher gesägt und schwarz lackiert. Der Durchmesser passt exakt und die Montage ist fast unsichtbar.

Man muss allerdings aufpassen, aus Versehen keine Sensoren zu verdecken.

Die Bildqualität ist trotz angeblicher 1080p nicht wirklich die Beste, sollte aber im Fall des Falles ausreichen. Für mehr bräuchte man sicher eine größere Optik und damit auch Kamera. Für einen gelegentlichen Mitschnitt einer schönen Strecke reicht es auf jeden Fall.

Angeschlossen ist die Kamera per USB-Kabel im Beifahrerfußraum an der dort vorhandenen 12V Steckdose mit einem USB-Adapter.
Zum Einbau des Kabels lässt sich einfach der innere Rahmen der Scheibe demontieren und das Kabel dann unsichtbar verlegen.

Kurz nach dem Einbau hätte es fast Gelegenheit gegeben, die Funktion gleich vor Gericht unter Beweis zu stellen...

Zum Glück funktionieren ABS/ESP des MX5 auch bei über 200km/h sehr gut und das Ganze ging noch einmal knapp gut aus.

 

Neuer Sessel

Bei Kilometerstand ca 15000km machte der ahrersitz beim Anlehnen mit deutlichen Knackgeräuschen auf sich aufmerksam.

Tausch auf Garantie, neue Rückenlehne. Ursache aber nicht bekannt.

 

Auf Nummer Sicher

Natürlich musste auch mit dem MX5 ein Sicherheitstraining her, wie üblich beim ADAC in Augsburg, das Perfektionstraining.

Sehr empfehlenswert, um das Verhalten das Fahrzeugs in ungefährlicher Umgebung zu erfahren.
Etwas unerwartet war tatsächlich, dass der MX5 relativ schnell an die Grenzen dessen kommt, innerhalb deren man ihn auf der Dynamikplatte wieder einfangen kann.

Hier wird die Hinterachse mit einem Impuls versetzt und das Fahrzeugs ins Schleudern gebracht. Schnelles Gegenlenken fängt theoretisch das Fahrzeug wieder ein.

Mit den vorherigen, Toyota iQ (erste Baureihe) und vor allem dem Smart war das ein fast unmögliches Unterfangen. Auf Grund der sehr kurzen Achsabstände war hier ein Abfangen kaum möglich.
Mit dem MX5 geht es, aber schon minimal mehr Impuls macht es unmöglich.





Unumgänglich nach dem Training wie immer eine Fahrzeugwäsche!

Es gab zwar einen Gutschein für eine nahegelegene Waschanlage, aber erst eine Handwäsche mit leicht essighaltigem Wasser ließ die Kalkflecken wieder vollständig verschwinden.
Nächstes Jahr geht es zum Intensivtraining!

Neues Logo

Nach einigen wenigen Fahrzeugwäschen (Handwäsche!), insbesondere nach dem Sicherheitstraining, stellte sich leider heraus, dass die günstigen Chrombuchstaben von eBay leider nicht wirklich halten, was sie versprechen. Der Chrom löste sich und das Ganze sah zunehmend hässlich aus, weshalb ich mich nach Alternativen umsah.

Letztendlich bin ich bei einer Firma, die Beschriftungen für Jachten und Büros herstellen, gelandet. Aus hochglanzpoliertem Edelstahl, rostfrei natürlich. Der Gestaltung sind keine Grenzen gesetzt, ich habe also die MX5-Schrift genommen, passt so auch besser als die Amazon-Buchstaben.

Montiert mit einem Scotch-M3-Klebeband, das auch zur Befestigung von Spoilern benutzt wird. Leider gibt es das nur relativ dünn und so war es unumgänglich, das Band in mehreren Lagen übereinander zu verkleben, um den gebogenen Untergrund zu überbrücken.

Bis jetzt (ein Sommer und ein [milder] Winter) hält des hervorragend!

 

Lederqualität

Ende 2019, nach ziemlich genau einem Jahr, begann das Lenkrad sich aufzulösen. Nicht kritisch, aber doch sehr unschön, nach so kurzer Zeit.

Ein Umtausch auf Garantie wurde durchgeführt

 

 

Seltsamer Service

Einige Monate und viele schöne Kilometer weiter, ging es unvermeidlich zur ersten Inspektion. Die Wahl fiel auf Mazda Schwemmer in Leinburg-Weissenbrunn, die auch schon die Montage der neuen Felgen und die Lackierung des Frontschadens (s.o.) durchgeführt haben.

Nachdem inzwischen 15000km auf der Uhr standen, überwiegend mit den Sommerreifen gefahren, maß ich vorher die Profiltiefe am Morgen vor der Abgabe, um die Meinung des Autohauses zum Umsetzen der Reifen (vorne nach hinten) zu erfahren. (5,5mm vorne und 4,5mm hinten).

Umsetzen sei da nicht nötig, was ich auch schon so erwartet hatte.

Was mich aber nach Abholung des Fahrzeugs dann doch überraschte, war, dass im Servicebericht angeblich alle Reifen 7mm Profil hätten.

Um so mehr erstaunlich, da mein Reifen lt. Spezifikation nur 6,5mm Profil im Neuzustand hat...

Meine Beschwerde traf erst einmal auf Unverständnis und man bat mich sodann noch einmal im Autohaus vorbei zukommen.

Zu meiner großen Überraschung erwartete mich dann allerdings statt einer Entschuldigung nur der Meister um mir tatsächlich erklären zu wollen, wie ein Profiltiefemesser funktioniert... ohne Worte...

Dumm nur, dass jetzt der Meister, wie auch ich mit meinem eigenen Profiltiefemesser +-0,5mm das gleiche Ergebnis feststellten, es war also eindeutig, dass hier ein Fantasiewert eingetragen wurde. Ob nun der komplette Kundendienst mit dieser Sorgfalt durchgeführt wurde oder gewissenhafter, lässt sich für mich leider nicht nachprüfen.

 

Erneuter Einschlag

Der Sommer ging, der Winter kam nicht, oder zumindest nicht richtig, und bis Februar 2020 passierte nicht wirklich etwas Berichtens wertes, bis es auf einer nächtlichen, schnellen Autobahnpassage einen lauten Knall gab.
Es war klar, ein Stein, nicht der Erste, muss es wohl gewesen sein.

Am nächsten Morgen dann die Bestätigung: Es hat die Frontscheibe erwischt. Fast 3cm Durchmesser und somit nicht nur zu groß, sondern auch zu nah am Rand für eine Reparatur. Es musste also eine neue Scheibe her.

Was mich aber am Tag nach der Reparatur, dann bei gutem Licht erblickte, ließ die Freude über die neue Scheibe schnell verblassen.

Entgegen der vorherigen Absprache wurde das Kabel der Dash Cam leider nicht wieder ordentlich verlegt, sondern kommt jetzt "irgendwo" aus der Verkleidung, statt ordentlich geführt. Die Scheibenrahmenverkleidung auf der Fahrerseite war mit fettigen Flecken übersät und die Verkleidung auf der Beifahrerseite war nicht einmal richtig montiert!

So schlug nun auch leider die "zweite Chance" für das Autohaus fehl, ich werde mich also nach einem anderen umsehen müssen.
Zumindest hat man sich dieses Mal, nach der Korrektur, entschuldigt.

Mir bleibt nur zu hoffen, dass wenigstens die Scheibe korrekt montiert ist und diese nicht plötzlich davon fliegt.

 

Dicke Lippe

Zeitgleich mit dem Scheibentausch ließ ich auch die Frontlippe von Mazda montieren.

Diese hatte ich beim "Treffen im Süden" in Oberammergau im Herbst schon sehen können und es war klar: Die muss sein!

Wie auch bzgl. der Scheibe bleibt mir nur die Hoffnung, dass alles richtig montiert ist, aussehen tut es jedenfalls korrekt, soweit ich das beurteilen kann.

 

Werkstattdrama

JA, richtig gelesen: Das Drama mit dem Werkstattbesuch vom Scheibentausch oben geht noch weiter!

Da man auch trotz Corona hin und wieder mal "raus" muss, war ich auf dem Weg zum Einkaufen, selbstverständlich ausreichend geschützt, als ich feststellen musste, dass die Scheibenwaschanlage - mal wieder -  leer zu sein schien.

Später dann versuchte ich die Anlage nachzufüllen, musste aber feststellen, dass diese fast voll war...

Ich vermutete etwas in der Richtung eines Marderbisses in einem Schlauch, oder ähnliches, musste aber feststellen, dass die Dinge wesentlich einfacher waren.

Nach einigen Sekunden, in denen mein Blick dem Verlauf des Schlauchs folgte, war des Rätsels Lösung schnell gefunden: Der "meisterhafte" Mitarbeiter von Autohaus Schwemmer war nicht nur nicht in der Lage die Innenverkleidungen korrekt zu montieren, sich die Hände zu waschen, oder zumindest danach den Innenraum, oder Kabel richtig zu verlegen. Weit gefehlt, er hat auch offensichtlich keine Ahnung, wie man die Verkleidung zwischen Motorraum und Frontscheibe wieder korrekt montiert!

Auf der Beifahrerseite war der Schlauch nicht nur nicht wieder verbunden worden, er war auch außerdem mit Gewalt eingeklemmt. Reine Glücksache, dass der Schlauch nicht kaputt oder das Kupplungsteil verloren ging.

Mit etwas Aufwand ließ sich das Schlauchende befreien und seinem angedachten Ziel zukommen lassen, schon ging wieder alles wie es sollte.

Der MX5 ist nicht mein erster Mazda, schon drei weitere standen, mit 10 Jahren Pause, vor dem MX in meinen Garagen. Da mir solche Qualität der Werkstätten damals nie unterkam, und ich dergleichen auch nur in Grenzen akzeptieren kann, habe ich den Vorgang jetzt mal an Mazda Deutschland gegeben und um Stellungnahme zur Werkstattqualität gebeten.

Ich werde weiter berichten.

Stellungnahme Mazda:

Hmmm, wie sag ich's... kurz gefasst: Unsere Händler sind selbständige Unternehmen, bitte klären Sie das mit dem Händler, aber vielen Dank für die Info...
Ich weiß nicht genau, was ich erwartet hatte, aber DAS zumindest nicht...Scheint denen recht egal zu sein, was die Händler in ihrem Namen treiben.

 

Mehr Spoiler

Nachdem mir der Frontspoiler immer mehr gefiel, habe ich kurzerhand auch die Seitenschweller und die Heckschürze montieren lassen. Natürlich aber jetzt bei einem anderen Händler. Der Weg sollte wiederum kein leichter sein. Der erste Versuch bei Mazda Bögl Neumarkt, zeigte einen Preis für die Seitenscheller von 575€ auf deren Homepage. Seltsamer Weise bekam ich auf eine Angebotsanfrage hin, einen preis von fast 1000€ genannt!

Ein Anruf sollte die Sache klären und brachte auch erhellendes ...Gelächter auf meiner Seite...!
Der Preis sei korrekt mit fast 1000€, denn da müsse ja gebohrt werden und dann an diesen Stellen neu konserviert werden...der Meister sei schließlich vom Fach!
Man lies sich auch nicht davon überzeugen, dass der Kunststoff(!!!) in den gebohrt wird sicher nicht rosten wird....

Naja, der nächste Händler ist zwar ein bisschen weg, aber 20 Minuten ist schon noch OK. Also Auf zu Mazda Zückner in Roth!

Angerufen, preis aus dem Internet mündlich bestätigt, und einige Minuten später ein schriftliches Angebot über genau diesen Preis!

Die Montage verlief problemlos und schnell, ich konnte gleich auf das Auto warten. Dank WLAN im Wartebereich konnte ich während dessen sogar arbeiten.

Kurze Zeit später habe ich dann ebenfalls dort noch die Heckschürze montieren lassen, damit sich eine komplette Linie rund herum ergibt, ebenfalls ohne Probleme.

 

Lederqualität ... Fortsetzung

Nach dem erfolgten Tausch des Lenkrads macht sich einige Monate später der Schaltknauf daran, ihm zu folgen.

Auch hier wieder nichts kritisches, aber doch sehr unschön... Ich hatte schon günstigere Fahrzeuge, die selbst nach einer vielfach höheren Laufleisung nicht einmal im Ansatz so aussahen...

Wiederum gab es einen Garantieaustausch!

 

Es knackt im Gebälk

Schon Anfang des Jahres machten sich vereinzelt bei stärkeren Lautwechseln deutliche, mechanische Knackgeräusche bemerkbar. Diese verschärften sich im Laufe des ersten Halbjahres so weit, dass sie am Ende auch klar und einfach reproduzierbar waren. Jetzt konnte man das auch schon spüren.

Eine Probefahrt mit dem Meister von Zückner lies diesen mit leicht geschockt klingendem Statement "Das ist jedenfalls nicht Serie" wieder aussteigen.

Es folge ein Blick unter den MX5 und schnell war klar, eine der Verschraubungen für die Fahrwerkseinstellung war wohl bei der Einstellung nicht ganz fest gezogen worden.

Provisorisch festgezogen wurde ein Termin zur Einstellung des Fahrwerks gemacht, was natürlich wieder nötig war.

Seit dem ist wieder Ruhe und der MX fahr wie an der Schnur.

 

Werkstattdrama nächster Teil...

Wer gedacht hat, dass das Drama um die Firma Mazda Schwemmer beendet ist, liegt leider falsch!
Nicht, dass ich noch einmal hin gefahren wäre, aber, Covid-19 bedingt recht viel später, begann die äußere Scheibenrahmenverkleidung auf der Beifahrerseite plötzlich auf der Autobahn zu vibrieren und flog fast weg.

Die folgende Untersuchung bei Mazda Zückner ergab ein klares Bild, bei der Montage der Windschutzscheibe wurden die Befestigungspunkte des Rahmens beschädigt. Um so ärgerlicher, als ich Schwemmer bei Abgabe des Fahrzeugs darauf hin gewiesen habe, dass es hier eine Arbeitsanweisung von Mazda gibt, die explizit darauf hinweist und ggfls. den Austausch der Teile anordnet.

Noch erschreckender, der Schaden wurde anscheinend sogar bemerkt und versucht durch KLEBEN an dieser Stelle zu "beheben"!

Man kann sich ja ausmalen, was passiert wäre, hätte sich das Teil auf der Autobahn gelöst und z.B. einen Motorradfahrer getroffen....

 

Lackprobleme Beifahrertür

Die Serie mit Qualitätsproblemen reißt leider nicht ab. Bei einer Komplettreinigung mit Handpolitur im Sommer bemerkte ich eine kleine Lackblase auf der Beifahrertür.

Die ca. 3mm durchmessende Blase begann bereits am Rand aufzureißen.

Begutachtung zuerst vom Service bei Zückner sowie später von deren Lackierer und dann Klärung mit Mazda brachte eine Lackausbesserung auf Garantie.

Auf Grund der 3-Schichtlackierung und möglicher Farbunterschiede, machte dies leider die Lackierung der kompletten Beifahrerseite, also Kotflügel vorne und hinten, und natürlich der Tür nötig.

 

Kontaktsport

Das nächste "Event" lies nicht lange auf sich warten. Nach einer entspannten Ausfahrt im September, kurz vor dem Ziel, fuhr ich entspannt auf einer 30er Straße um eine lange Kurve. Unerwartet tauchte plötzlich ein Radfahrer auf meiner Straßenseite auf....aber nicht einfach so...erhörte vermutlich Musik, zumindest trug er Kopfhörer und nahm seine Umgebung nicht im geringsten wahr. Warum wurde dann auch beim Betrachten des Dashcamvideos klar. er fuhr FREIHÄNDIG, mit beiden Händen am Handy, in das er vertieft blickte.

Natürlich habe ich sofort eine Vollbremsung eingelegt und parallel gehupt (Video hat leider keinen Ton aufgezeichnet).  Erst durch mein Hupen hat dieser Held der Straßen mich überhaupt bemerkt und noch vergeblich versucht zu bremsen. Ich selbst stand zu diesem Zeitpunkt bereits seit gut 2 Sekunden still...

Der spektakuläre Salto über die Motorhaube hat zum Glück schlimmeres verhindert, so kam es wenigstens nicht zu Verletzungen.
Nichtsdestotrotz hat er mit seiner Faust beim Aufprall auf der Motorhaube eine Beule verursacht, die nicht auszubeulen war, da sie genau auf der Designfalte auf dem Blech lag. Spachteln ist hier im Steinschlagbereich natürlich auch keine Option, und so musste eine neue Haube inkl. Lackierung her. Kostenpunkt auf Grund der teuren Mehrschichtlackierung gut über 2000€!

Aus unerklärlichen Gründen gab es sonst keine Kratzer oder sonstiges, abgesehen von einer leichten Gummispur seines Vorderreifens an der Stoßstange, die sich aber einfach abwischen lies.

Bleibt zu hoffen, dass es ihm eine Lehre sein wird, künftig kein Handy mehr im Straßenverkehr zu benutzen! 

 

Reset to Zero

Kaum 3 Wochen nachdem die Motorhaube gerichtet wurde, trat dann leider ein ärgerlicher und vor allem völlig überflüssiger Fahrfehler ein, der im Straßengraben endete...

Das Ende vom Lied: Totalschaden, Reparaturkosten liegen leider weit höher als der Restwert.
Dank guter Versicherung (ADAC) und ein bisschen Glück im Unglück, denn die Vollkasko zahlt bis 24 Monate den Neuwert und der vormals schöne MX5RF THX wurde nur 23 Monate alt.

Nachabzug des Verkaufserlöses bzw der Erstattungen der Versicherung, bleiben nach 45701km bei Durchschnittlich 7,39L/100km Verbrauch, reine Betriebskosten von 8520,50€. Also rein rechnerisch 19ct pro Kilometer.

So kam denn, das auf den Tag genau 2 Jahre nach dem Start dieser Geschichte, der Nachfolger auf den Plan. Glücklicher Weise gab es bei einem Händler in Deutschland noch ein Lagerfahrzeug in der Konfiguration, die ich haben wollte. Diesen besorgte mir Mazda Zückner und so bin ich nach rund 5 Wochen Pause mit einem neuen MX5RF (wieder THX) ausgestattet.

An Zubehör und Bereifung wird wieder das gleiche wie zuvor montiert, so bleiben nur die Unterschiede, die Mazda in den letzten 2 Jahren in die Serie einfließen lies.

 

 

Wird fortgesetzt ...